Blasenschwäche in den Wechseljahren: Ursachen und praktische Tipps
Stimmungsschwankungen bemerken manche Frauen plötzlich eine schwächere Blasenkontrolle. Beim Husten, Niesen oder Lachen gehen ungewollt ein paar Tropfen Urin verloren. Andere verspüren häufiger oder ganz plötzlich starken Harndrang.
Blasenschwäche in den Wechseljahren ist keine Seltenheit. Die gute Nachricht: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern und sich im Alltag wieder sicherer zu fühlen.
Warum entsteht Blasenschwäche in den Wechseljahren?
Während der Wechseljahre produziert der Körper zunehmend weniger Östrogen. Dieses Hormon beeinflusst unter anderem die Schleimhäute der Harnwege und das Gewebe im Beckenbereich.
Durch die hormonellen Veränderungen können die Schleimhäute empfindlicher werden. Gleichzeitig können altersbedingte Veränderungen der Beckenbodenmuskulatur die Kontrolle über die Blase beeinträchtigen.
Auch Schwangerschaften, Geburten, Übergewicht und eine bereits bestehende Beckenbodenschwäche können eine Rolle spielen. Nicht jede Blasenschwäche wird jedoch durch die Wechseljahre verursacht. Deshalb ist es wichtig, anhaltende Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.
Welche Formen von Blasenschwäche gibt es?
Besonders häufig treten zwei Formen auf.
Belastungsinkontinenz: Beim Husten, Niesen, Lachen, Heben oder Sport entsteht Druck auf die Blase. Dabei können ungewollt einige Tropfen Urin austreten.
Dranginkontinenz: Es entsteht plötzlich ein starker Harndrang, obwohl die Blase möglicherweise noch nicht vollständig gefüllt ist. Manchmal reicht die Zeit nicht mehr, um rechtzeitig die Toilette zu erreichen.
Manche Frauen erleben auch eine Kombination beider Formen.
5 praktische Tipps bei Blasenschwäche
1. Den Beckenboden trainieren
Regelmäßiges Beckenbodentraining kann die Muskulatur stärken und ungewollten Urinverlust reduzieren. Eine spezialisierte Physiotherapeutin kann zeigen, wie die Übungen richtig durchgeführt werden.
2. Ausreichend trinken
Weniger zu trinken ist keine gute Lösung. Zu stark konzentrierter Urin kann die Blase reizen. Trinke deshalb ausreichend und möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt.
3. Auf mögliche Auslöser achten
Kaffee, Alkohol und bestimmte Getränke können bei manchen Frauen den Harndrang verstärken. Beobachte, ob du einen Zusammenhang bemerkst.
4. In Bewegung bleiben
Regelmäßige Bewegung unterstützt die allgemeine Gesundheit. Auch ein gesundes Körpergewicht kann helfen, den Beckenboden zu entlasten.
5. Für diskreten Schutz sorgen
Bei gelegentlichem Urinverlust kann saugfähige Unterwäsche zusätzliche Sicherheit bieten.
Die Inkontinenzunterwäsche von Swaens verfügt über einen integrierten, saugfähigen Schrittbereich. Die weiche Bambusviskose fühlt sich angenehm auf der Haut an und bietet eine waschbare Alternative zu Einwegeinlagen. Je nach Modell stehen unterschiedliche Passformen und Aufnahmekapazitäten zur Verfügung.
Wann solltest du ärztlichen Rat suchen?
Wenn Blasenschwäche neu auftritt, stärker wird oder deinen Alltag beeinträchtigt, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.
Bei Schmerzen, Brennen beim Wasserlassen, Blut im Urin oder wiederkehrenden Blasenentzündungen solltest du die Beschwerden ebenfalls medizinisch abklären lassen. Je nach Ursache können Beckenbodentraining, Blasentraining oder weitere Behandlungen helfen.
Mehr Sicherheit während der Wechseljahre
Blasenschwäche muss nicht bedeuten, dass du auf Sport, Reisen oder gesellschaftliche Aktivitäten verzichten musst.
Mit gezielten Übungen, geeigneter medizinischer Unterstützung und diskretem Schutz lässt sich der Alltag häufig deutlich angenehmer gestalten.