Starke Menstruation: Ursachen, Symptome und Lösungen (Teil 1)
Eine starke Menstruation kann den Alltag erheblich beeinflussen. Vielleicht musst du deine Binde oder deinen Tampon stündlich wechseln, hast Angst vor dem Auslaufen oder fühlst dich während deiner Periode besonders müde und erschöpft. Für viele Frauen sind die ersten Tage der Menstruation die anstrengendsten des Monats.
Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, besser mit einer starken Menstruation umzugehen. Wenn du die möglichen Ursachen kennst und das passende Menstruationsprodukt wählst, kannst du Beruf, Schule, Sport und Freizeit entspannter genießen.
In diesem Ratgeber erfährst du, woran du eine starke Menstruation erkennst, welche Ursachen dahinterstecken können und welche Maßnahmen helfen können.
Wann spricht man von einer starken Menstruation?
Jede Frau erlebt ihre Menstruation anders. Dennoch gibt es typische Merkmale einer starken Regelblutung. Von einer starken Menstruation spricht man häufig, wenn:
- Binden oder Tampons stündlich gewechselt werden müssen;
- regelmäßig Blut durch die Kleidung dringt;
- du nachts aufstehen musst, um dein Menstruationsprodukt zu wechseln;
- große Blutgerinnsel auftreten;
- die Blutung länger als sieben Tage anhält;
- dein Alltag durch die Menstruation eingeschränkt wird.
Während einer normalen Menstruation verliert eine Frau durchschnittlich 30 bis 80 Milliliter Blut. Liegt der Blutverlust darüber, spricht man häufig von einer starken Regelblutung.
Symptome einer starken Menstruation
Neben dem erhöhten Blutverlust treten häufig weitere Beschwerden auf. Typische Symptome sind:
- Müdigkeit;
- Erschöpfung;
- Schwindel;
- Unterleibsschmerzen;
- Menstruationskrämpfe;
- Rückenschmerzen;
- Kopfschmerzen;
- Blässe;
- Konzentrationsprobleme.
Verlierst du über längere Zeit viel Blut, kann sich ein Eisenmangel oder sogar eine Blutarmut entwickeln.
Mögliche Ursachen einer starken Menstruation
Eine starke Menstruation kann verschiedene Ursachen haben.
Hormonelle Veränderungen
Hormone steuern den Aufbau und den Abbau der Gebärmutterschleimhaut.
Ist dieses Gleichgewicht gestört, kann sich mehr Schleimhaut bilden. Dadurch wird während der Menstruation auch mehr Gewebe abgestoßen und die Blutung fällt stärker aus.
Hormonelle Schwankungen treten häufig auf:
- während der Pubertät;
- nach einer Schwangerschaft;
- in den Jahren vor den Wechseljahren.
Myome
Myome sind gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter. Sie können unter anderem verursachen:
- stärkere Blutungen;
- Druckgefühl im Unterbauch;
- Menstruationsschmerzen;
- häufigeren Harndrang.
Nicht jedes Myom verursacht Beschwerden, dennoch gehören sie zu den häufigsten Ursachen einer starken Menstruation.
Endometriose und Adenomyose
Bei der Endometriose wächst gebärmutterähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Bei der Adenomyose wächst dieses Gewebe in die Gebärmuttermuskulatur hinein.
Beide Erkrankungen können zu:
- starken Menstruationsblutungen;
- heftigen Regelschmerzen;
- länger anhaltenden Blutungen;
- chronischen Unterleibsschmerzen führen.
Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, die Beschwerden besser zu behandeln.
Polypen
Polypen sind kleine Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut.
Sie können stärkere Blutungen oder Zwischenblutungen verursachen und sollten bei anhaltenden Beschwerden ärztlich untersucht werden.
Kupferspirale
Einige Frauen bemerken nach dem Einsetzen einer Kupferspirale stärkere oder längere Menstruationsblutungen.
Sollten diese Beschwerden dauerhaft bestehen bleiben, empfiehlt sich ein Gespräch mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.
Was kannst du selbst tun?
Nicht jede Ursache lässt sich selbst beeinflussen. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die vielen Frauen helfen.
Höre auf deinen Körper
Während einer starken Menstruation benötigt dein Körper oft mehr Ruhe.
Plane nach Möglichkeit an den stärksten Tagen weniger anstrengende Aktivitäten ein.
Achte auf eine eisenreiche Ernährung
Mit dem Blut verliert dein Körper auch Eisen. Eisenreiche Lebensmittel sind zum Beispiel:
- Spinat;
- Hülsenfrüchte;
- Vollkornprodukte;
- Nüsse;
- Kürbiskerne.
Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen und kann daher sinnvoll mit eisenreichen Lebensmitteln kombiniert werden.
Bleibe in Bewegung
Leichte Bewegung wie Spaziergänge, Radfahren oder Yoga kann helfen, Menstruationskrämpfe zu lindern und dein Wohlbefinden zu verbessern.
Beobachte deinen Zyklus
Mit einer Zyklus-App oder einem Menstruationskalender kannst du festhalten:
- wie lange deine Periode dauert;
- wie stark die Blutung ist;
- welche Beschwerden auftreten.