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 Urinverlust in den Wechseljahren: Ursachen und praktische Lösungen

Urinverlust in den Wechseljahren: Ursachen und praktische Lösungen

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Viele Frauen bemerken, dass sich ihr Körper während und nach den Wechseljahren verändert. Hitzewallungen, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen sind bekannte Beschwerden. Weniger häufig wird über Urinverlust gesprochen.

Dennoch leiden viele Frauen in den Wechseljahren oder danach unter leichtem bis stärkerem Urinverlust. Dies kann beim Spazierengehen, Sport, Lachen, Niesen oder sogar bei plötzlich auftretendem Harndrang passieren.

Die gute Nachricht: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen.

Warum tritt Urinverlust in den Wechseljahren häufiger auf?

Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel im Körper. Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Blase, der Harnröhre, des Beckenbodens und der Vaginalschleimhaut.

Durch den Östrogenmangel können die Gewebe rund um Blase und Harnröhre dünner und weniger elastisch werden. Dadurch nimmt die Unterstützung der Blase ab und Urinverlust kann leichter auftreten.

Zusätzlich werden die Beckenbodenmuskeln mit zunehmendem Alter oft schwächer. Auch frühere Schwangerschaften und Geburten können dazu beitragen.

Welche Formen von Urinverlust treten am häufigsten auf?

Belastungsinkontinenz

Bei einer Belastungsinkontinenz tritt Urin aus, wenn Druck auf die Blase ausgeübt wird, zum Beispiel beim:

  • Husten
  • Niesen
  • Lachen
  • Spazierengehen
  • Treppensteigen
  • Sport
  • Heben schwerer Gegenstände

Oft handelt es sich nur um wenige Tropfen Urin.

Dranginkontinenz

Manche Frauen verspüren plötzlich einen starken Harndrang. In solchen Fällen wird die Toilette manchmal nicht rechtzeitig erreicht.

Dies wird als Dranginkontinenz bezeichnet.

Eine Kombination aus beiden Formen

Viele Frauen leiden sowohl unter Belastungs- als auch unter Dranginkontinenz. Dies wird als Mischinkontinenz bezeichnet.

Sie sind damit nicht allein

Urinverlust ist eine häufige Beschwerde in und nach den Wechseljahren. Dennoch wird nur selten offen darüber gesprochen.

Viele Frauen schämen sich oder denken, dass dies einfach zum Älterwerden dazugehört. Deshalb leben sie oft länger mit ihren Beschwerden, als notwendig wäre.

Wichtig ist zu wissen, dass Urinverlust nach den Wechseljahren sehr häufig vorkommt und verschiedene Lösungen zur Verfügung stehen.

Was können Sie selbst tun?

Den Beckenboden trainieren

Beckenbodenübungen können helfen, die Muskulatur rund um die Blase zu stärken. Eine Beckenbodenphysiotherapeutin oder ein Physiotherapeut kann dabei unterstützen.

Ausreichend trinken

Manche Frauen trinken aus Angst vor Urinverlust weniger. Dies kann die Blase jedoch zusätzlich reizen. Ausreichend Wasser zu trinken bleibt wichtig.

Auf ein gesundes Gewicht achten

Übergewicht erhöht den Druck auf Blase und Beckenboden. Schon eine geringe Gewichtsabnahme kann einen positiven Effekt haben.

Mit dem Arzt sprechen

Bei anhaltenden Beschwerden kann Ihr Arzt die Ursache abklären und geeignete Behandlungsmöglichkeiten empfehlen.

Eine komfortable Alternative zu Einlagen

Viele Frauen verwenden täglich Einlagen, um sich sicherer zu fühlen. Manche empfinden diese jedoch als warm, störend oder verrutschend.

Waschbare Inkontinenzunterwäsche bietet eine komfortable Alternative. Sie sieht aus wie normale Unterwäsche, verfügt jedoch über eine integrierte saugfähige Schicht, die kleine Mengen Urin aufnimmt.

Dadurch fühlen sich viele Frauen bei alltäglichen Aktivitäten wie Einkaufen, Spazierengehen, Radfahren oder Arbeiten sicherer.

Warum entscheiden sich viele Frauen für Bambusunterwäsche?

Nach den Wechseljahren kann die Haut empfindlicher werden. Deshalb bevorzugen viele Frauen besonders weiche Materialien.

Bambus ist bekannt für seinen hohen Tragekomfort, seine atmungsaktiven Eigenschaften und seine gute Feuchtigkeitsaufnahme. Dadurch fühlt sich die Unterwäsche auch bei längerem Tragen angenehm auf der Haut an.

Aktiv bleiben und das Leben genießen

Urinverlust in den Wechseljahren kann belastend sein, muss Sie aber nicht davon abhalten, aktiv zu bleiben. Mit der richtigen Unterstützung, Beckenbodentraining und komfortablen Lösungen können viele Frauen ihren Alltag weiterhin selbstbewusst gestalten.

Denn die Wechseljahre sind ein neuer Lebensabschnitt – kein Grund, auf Lebensqualität zu verzichten.

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